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  • Dachpappe · AVV 170302 · Berlin & Brandenburg

Dachpappe entsorgen in Berlin

Bei Dachsanierungen, Abrissarbeiten und Rückbauprojekten fallen häufig alte Dachbahnen, Bitumenbahnen oder teerhaltige Dachpappen an. Entscheidend für die fachgerechte Entsorgung ist nicht allein das Material selbst, sondern vor allem die Schadstoffbelastung: Dachpappe kann teerfrei, teerhaltig oder zusätzlich mit karzinogenen Fasern wie Asbest oder KMF belastet sein. DARE unterstützt Sie bei der Einordnung, Verpackung, Nachweisführung und Entsorgung von Dachpappen in Berlin und Brandenburg.

  • Entsorgung von teerfreier, teerhaltiger und faserbelasteter Dachpappe
  • Einstufung über geeignete Analytik mit Probenahmeprotokoll
  • Unterstützung bei Abfallerzeugernummern, Analysen und Entsorgungsnachweisen
  • Verpackungslösungen für asbest- oder KMF-haltige Dachpappen
  • Sammelentsorgungsnachweise bis 20 t pro Kalenderjahr und Bauvorhaben
Annahmekriterien ansehen

Schnellanfrage

Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.

    Dachpappe entsorgen: Annahmekriterien

    Abfallart

    Dachpappen, Bitumenbahnen und teerhaltige Dachbahnen

    AVV-Schlüssel

    17 03 02

    Weitere AVV-Schlüssel

    17 03 03*
    Teerhaltig und ohne karzinogene Fasern

    17 09 03*
    Teerfrei oder teerhaltig und mit karzinogenen Fasern, zum Beispiel Asbest oder KMF

    Einstufung

    Einstufung

    Die Einstufung von Dachpappe ist nur mit geeigneter Analytik und einem Probenahmeprotokoll möglich. Untersucht werden müssen insbesondere:

    • PAK-Gehalt in mg/kg
    • Asbestfasern
    • KMF-Fasern
    • geeignete Prüfmethode mit einer Nachweisgrenze deutlich unter 0,1 Ma%, zum Beispiel 0,001 oder 0,008 Ma%

    Als teerfrei gilt Dachpappe nur, wenn der PAK-Gehalt unter 100 mg/kg liegt. Überschreitet der PAK-Gehalt diesen Wert, wird die Dachpappe als teerhaltig eingestuft und dem gefährlichen Abfall AVV 17 03 03* zugeordnet. In Zweifelsfällen oder bei Dachpappen unbekannter Herkunft ist eine repräsentative Beprobung und analytische Untersuchung erforderlich.

    Das kann rein

    • Dachpappe
    • Bitumenbahnen
    • Schweißbahnen
    • teerfreie Dachbahnen ohne karzinogene Fasern
    • teerhaltige Dachbahnen ohne karzinogene Fasern
    • Dachpappen mit Asbest, sofern korrekt verpackt
    • Dachpappen mit KMF, sofern korrekt verpackt

    Verpackung

    Dachpappen mit Asbest sind in verschlossenen Big Bags mit 1 m³ Volumen und Asbestaufdruck zu verpacken.

    Dachpappen mit KMF sind in verschlossenen Big Bags mit 1 m³ Volumen zu verpacken.

    Für asbesthaltige Dachpappen gilt die Verpackung gemäß TRGS 519. Das bedeutet:

    • luft- und staubdicht verpackt
    • in gekennzeichneten, reißfesten Asbest-Big Bag
    • geschlossen und transportfähig bereitgestellt

    Nicht zulässig

    Nicht gemeinsam mit Dachpappe entsorgt werden dürfen:

    • Anhaftungen anderer mineralischer Materialien, zum Beispiel Bauschutt oder Straßenaufbruch
    • Vermischungen mit anderen Abfällen
    • sonstige nicht aufgeführte Materialien
    • Dachpappen mit Styropor– oder Styrodur-Anhaftungen

    Dachpappen mit Styropor- oder Styrodur-Anhaftungen fragen Sie bitte gesondert an, da hierfür eine individuelle Prüfung des Entsorgungswegs erforderlich ist.

    Nachweisführung

    Je nach Menge Sammelentsorgungsnachweis oder Einzelentsorgungsnachweis

    Hinweise zur Entsorgung gefährlicher Abfälle

    Die AVV-Schlüssel 17 03 03* und 17 09 03* stehen für gefährliche Abfälle. Für diese Abfälle gelten besondere Sorgfalts- und Dokumentationspflichten.

    • Mengen unter 20 t/Jahr und Anfallstelle können über unseren Sammelentsorgungsnachweis entsorgt werden.
    • Größere Mengen sind über Einzelentsorgungsnachweis sowie Abfallerzeugernummer pro Baustelle zu entsorgen. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung der erforderlichen Nachweise.
    • Die Dokumentation erfolgt ausschließlich im Rahmen der elektronischen Nachweisführung.

    Dachpappe entsorgen mit DARE

    Dachpappe ist in der Entsorgung deutlich anspruchsvoller als viele andere Baustellenabfälle. Deshalb gehen wir strukturiert vor.

    Ersteinschätzung

    Im ersten Schritt klären wir, welche Art von Dachpappe anfällt, welche Menge ungefähr erwartet wird und ob bereits eine Analyse vorliegt. Wichtig ist dabei vor allem, ob die Dachpappe teerfrei, teerhaltig oder möglicherweise mit Asbest beziehungsweise KMF belastet ist.

    Gerade bei älteren Dächern, Garagen, Lauben, Gewerbeobjekten oder Bestandsgebäuden lässt sich die Belastung nicht zuverlässig durch Sichtprüfung erkennen. Deshalb prüfen wir frühzeitig, ob eine geeignete Analytik mit Probenahmeprotokoll erforderlich ist und welche Unterlagen für die Entsorgung benötigt werden.

    Analyse, Schadstoffentsorgung und Schadstoffsanierung

    Dachpappen mit teerhaltigen Bestandteilen oder karzinogenen Fasern gelten als besonders sensibel. Bei gefährlichen Abfällen wie AVV 17 03 03* oder AVV 17 09 03* sind Analyse, Verpackung, Transport und Nachweisführung sorgfältig abzustimmen.

    DARE unterstützt Sie bei der fachgerechten Schadstoffentsorgung und kann je nach Ausgangssituation auch darüber hinaus helfen (Analyse beauftragen und auswerten). Wenn die Dachpappe bereits ausgebaut und korrekt verpackt ist, übernehmen wir die Entsorgung. Wenn asbesthaltige oder anderweitig belastete Materialien noch ausgebaut werden müssen, kann DARE Sie auch im Rahmen einer fachmännischen Schadstoffsanierung unterstützen.

    Passende Lösung festlegen

    Je nach Menge, Schadstoffbelastung, Verpackung und Standort legen wir gemeinsam fest, welche Entsorgungslösung sinnvoll ist. Für kleinere Mengen können Big Bags eine praktikable Lösung sein. Bei asbesthaltigen Dachpappen sind verschlossene, gekennzeichnete Asbest-Big-Bags oder Plattenbags erforderlich. Bei KMF-haltigen Dachpappen muss das Material ebenfalls staubdicht in geeigneten Big Bags verpackt werden.

    Praktische Abstimmung und Logistik

    Dachpappenentsorgung ist auch eine Frage der Baustellenlogistik. Gerade in Berlin können Innenhöfe, enge Straßen, Parkdruck, begrenzte Stellflächen oder laufender Baustellenbetrieb die Bereitstellung von Big Bags, Plattenbags oder Containern erschweren.

    Deshalb klären wir vorab, wo das Material bereitgestellt werden kann. Wenn ein Container im öffentlichen Straßenland stehen soll, ist in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Für Berlin übernimmt DARE die Anmeldung für Flächen bis 10 m² und bis zu 10 Tage Stelldauer. Bei Bedarf kann DARE in Berlin auch eine Halteverbotszone beantragen. In Potsdam und Umgebung müssen Sondernutzung und Halteverbotszone eigenständig organisiert beziehungsweise vorgelegt werden.

    Abholung

    Nach der Bereitstellung holen wir das Material termingerecht ab und führen es der fachgerechten Entsorgung zu. Bei gefährlichen Abfällen unterstützen wir Sie zusätzlich bei den erforderlichen Dokumentationspflichten.

    Sammelentsorgungsnachweise für Mengen bis 20 t pro Kalenderjahr und Bauvorhaben führen wir und stellen sie Ihnen kostenlos zur Verfügung. Analysen, Abfallerzeugernummern oder Einzelentsorgungsnachweise beantragen wir gern für Sie.

    Bereit für die nächsten Schritte?

    Teilen Sie uns kurz mit, welche Menge Dachpappe anfällt, wo sich die Baustelle befindet und ob bereits eine Analyse vorliegt. Wir prüfen den passenden Entsorgungsweg und melden uns mit den nächsten Schritten.

    Kostenlos anfragen

    Warum alte Dachpappe problematisch sein kann

    Dachpappen wurden über viele Jahrzehnte zur Abdichtung von Flachdächern, Garagen, Gartenlauben, Nebengebäuden, Kellern und Industriegebäuden eingesetzt. Historisch wurden Dachbahnen teilweise mit Steinkohlenteer hergestellt oder behandelt. In Deutschland wurden teerhaltige Dachpappen je nach Quelle bis in die 1960er beziehungsweise frühen 1970er Jahre verwendet; heutige Dachbahnen werden dagegen in der Regel mit Bitumen statt Teer hergestellt.

    Das Problem an alter Teerpappe sind vor allem PAK, also polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Einige dieser Verbindungen gelten als krebserzeugend. Deshalb reicht bei alten oder unbekannten Dachbahnen eine optische Einschätzung nicht aus. Auch ein dunkler Farbton oder ein typischer Geruch können Hinweise geben, ersetzen aber keine Analyse.

    Besonders tückisch: Auch ursprünglich bitumenhaltige Dachbahnen können nachträglich mit teerhaltigen Anstrichen behandelt worden sein. 

    Für die Entsorgung ist der PAK-Gehalt also einer der zentralen Werte. Liegt der PAK-Gehalt unter 100 mg/kg, gilt die Dachpappe als teerfrei. Liegt der PAK-Gehalt über 100 mg/kg, wird sie als teerhaltig eingestuft und fällt unter AVV 17 03 03*. Damit handelt es sich um gefährlichen Abfall.

    Neben Teer und PAK können alte Dachpappen auch karzinogene Fasern enthalten. Dazu zählen Asbestfasern oder bestimmte künstliche Mineralfasern. Werden solche Fasern nachgewiesen, reicht die Einstufung als teerfrei oder teerhaltig nicht mehr aus. Dann fällt die Dachpappe unter AVV 17 09 03*.

    Häufige Fragen zur Asbest-Entsorgung

    Wie kann ich Dachpappe entsorgen?

    Dachpappe sollte immer getrennt von anderen Baustellenabfällen entsorgt und vorab fachlich eingestuft werden. Entscheidend ist, ob sie teerfrei, teerhaltig oder zusätzlich mit Asbest beziehungsweise KMF belastet ist.

    Bei unbekannter Herkunft ist eine Analyse erforderlich. Auf Basis der Analyse werden AVV-Schlüssel, Verpackung und Entsorgungsweg festgelegt. DARE unterstützt Sie bei der Einordnung, Verpackung, Nachweisführung und fachgerechten Entsorgung.

    Was ist der Unterschied zwischen Dachpappe, Teerpappe und Bitumenbahn?

    Der wichtigste Unterschied liegt im Bindemittel und in der Schadstoffbelastung. Ältere Teerpappen können hohe PAK-Gehalte enthalten, während moderne Bitumenbahnen in der Regel teerfrei sind.

    Für die Entsorgung zählt aber nicht die umgangssprachliche Bezeichnung, sondern die analytische Einstufung. Auch eine Bitumenbahn kann problematisch sein, wenn sie nachträglich mit teerhaltigen Anstrichen behandelt wurde oder karzinogene Fasern enthält.

    Wann gilt Dachpappe als teerhaltig?

    Dachpappe gilt als teerhaltig, wenn der PAK-Gehalt bei 100 mg/kg oder höher liegt. Dann wird sie in der Regel dem AVV-Schlüssel 17 03 03* zugeordnet und gilt als gefährlicher Abfall.

    Liegt der PAK-Gehalt unter 100 mg/kg und sind keine karzinogenen Fasern enthalten, kann die Dachpappe unter AVV 17 03 02 fallen.

    Welche Analyse brauche ich für Dachpappe?

    Für Dachpappe wird eine geeignete Analytik mit Probenahmeprotokoll benötigt. Untersucht werden insbesondere PAK, Asbest und KMF.

    Wichtig ist außerdem eine Prüfmethode mit ausreichend niedriger Nachweisgrenze für Fasern. Nur so lässt sich zuverlässig bestimmen, ob die Dachpappe teerfrei, teerhaltig oder faserbelastet ist.

    Darf Dachpappe mit Bauschutt entsorgt werden?

    Nein, Dachpappe darf nicht mit Bauschutt vermischt werden. Anhaftungen anderer mineralischer Materialien sind ausgeschlossen.

    Auch andere Fremdstoffe wie Holz, Dämmung, Styropor, Styrodur oder gemischte Baustellenabfälle müssen getrennt betrachtet werden. Vermischungen können dazu führen, dass der Abfall anders eingestuft wird oder nicht angenommen werden kann.

    Was muss ich bei asbesthaltiger Dachpappe beachten?

    Asbesthaltige Dachpappe muss luft- und staubdicht in gekennzeichneten, reißfesten Asbest-Big-Bags oder Plattenbags verpackt werden. Die Verpackung muss den Anforderungen der TRGS 519 entsprechen.

    Asbesthaltige Materialien dürfen nicht offen transportiert oder mit anderen Abfällen vermischt werden. Für Tätigkeiten mit Asbest gelten besondere Schutz-, Verpackungs- und Dokumentationspflichten.

    Was ist, wenn Dachpappe an Styropor oder Styrodur klebt?

    Dachpappen mit Styropor– oder Styrodur-Anhaftungen müssen gesondert angefragt werden. Diese Kombination ist von den regulären Annahmekriterien ausgeschlossen.

    Der Grund ist, dass Verbundmaterialien andere Entsorgungswege erforderlich machen können. Senden Sie uns in diesem Fall am besten Informationen zur Menge, zum Aufbau und zur Baustelle, damit wir die passende Lösung prüfen können.

    Übernimmt DARE auch die Nachweisführung?

    Ja, DARE unterstützt bei der erforderlichen Nachweisführung. Sammelentsorgungsnachweise für Mengen bis 20 t pro Kalenderjahr und Bauvorhaben führen wir und stellen sie Ihnen kostenlos zur Verfügung.

    Analysen, Abfallerzeugernummern oder Einzelentsorgungsnachweise beantragen wir gern für Sie. Dadurch wird die Entsorgung gefährlicher Dachpappen für Bauherr:innen, Dachdeckerbetriebe, Hausverwaltungen und Abbruchunternehmen deutlich einfacher planbar.

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    Am Vorwerk 5
    13127 Berlin

    Tel.: 030-94 39 32 6-0
    Fax: 030-94 39 32 6-66

    E-Mail: info@dare-gmbh.de

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